Willkommen bei der
Erms-Neckar-Bahn AG!

 

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Zwischen Metzingen und Neuhausen (km 0,7); Steffen Pfrang, 15.08.2002

Die Erms-Neckar-Bahn AG ging 1992 durch eine Umwandlung aus der Ermstal-Verkehrsgesellschaft mbH hervor. Als Eisenbahn-Infrastruktur-Gesellschaft betreibt sie die Ermstalbahn von Metzingen nach Bad Urach sowie die Schwäbische Albbahn von Kleinengstingen nach Schelklingen. Auf der Ermstalbahn verkehren stündlich moderne Dieseltriebwagen der Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH. An Wochenenden im Sommer sind auf der Schwäbischen Albbahn Tourismuszüge unterwegs, die auch Wanderern und Radfahrern aus der Region Ulm die Möglichkeit bieten, die Region kennen zu lernen.

 

01.02.2016

Elektrifizierung der Ermstalbahn rückt näher – RP Tübingen leitet Planfeststellungsverfahren ein

Noch ist jede Zugfahrt auf der Ermstalbahn vom Brummen eines Dieselmotors begleitet. Doch schon in wenigen Jahren wird sich dies grundlegend ändern. Der Schienenstrang zwischen Metzingen und Bad Urach wird Teil der ersten Strecke im Netz der Regionalstadtbahn Neckar-Alb. Damit geht nicht nur die Elektrifizierung der Ermstalbahn einher, sondern auch die Schaffung neuer Direktverbindungen. Einen wichtigen Meilenstein zur Umsetzung des Regionalstadtbahn-Konzepts hat nun das Regierungspräsidium Tübingen mit der Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gesetzt. Noch bis einschließlich Mittwoch, 10. Februar, können die Planunterlagen bei der Stadt Metzingen, der Gemeinde Dettingen und der Stadt Bad Urach während der allgemeinen Dienststunden eingesehen werden.

Um die Ermstalbahn für die Regionalstadtbahn zu ertüchtigen, sind eine ganze Reihe von Baumaßnahmen erforderlich. So müssen nicht nur die Masten für die Oberleitung gesetzt, sondern auch die Bahnsteige durchgehend auf 80 Meter Länge gebracht und die Sicherungstechnik an die neuen Anforderungen angepasst werden. Wichtigstes Einzelvorhaben ist der Ausbau der Haltestelle Dettingen-Gsaidt zum Kreuzungsbahnhof. Damit kann die Kapazität der Strecke zur Einführung eines Halbstundentakts vorbereitet werden. Auch im Bahnhof Metzingen werden die Gleisanlagen um ein zusätzliches Bahnsteiggleis erweitert. Da die derzeitige Signaltechnik auf der Ermstalbahn nicht für einen Mehrzugbetrieb ausgelegt ist, muss der Zugleitbetrieb durch vereinfachte elektronische Stellwerkstechnik für Regionalstrecken (ESTW-R) ersetzt werden. Aufgrund der zu erwartenden Eingriffe in die Flora und Fauna entlang der Strecke sind entsprechende ökologische Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Nach dem derzeitigen Stand der Planungen könnten die Arbeiten für den Ausbau der Ermstalbahn 2017 beginnen. Unter anderem wird dann voraussichtlich eine mehrwöchige Sperrung des Zugverkehrs erforderlich sein, um die Gleisanlagen umbauen zu können.

Die Elektrifizierung der Ermstalbahn ist Bestandteil der ersten Stufe der Regionalstadtbahn Neckar-Alb. Diese umfasst außerdem die Elektrifizierung der Ammertalbahn zwischen Tübingen und Herrenberg sowie der Bau von vier neuen Haltepunkten auf der Neckartalbahn zwischen Metzingen und Tübingen: Reutlingen-Storlach und -Bösmannsäcker, Tübingen-Neckaraue und -Güterbahnhof. Der bisherige Haltepunkt Tübingen-Lustnau würde dann für den neuen Haltepunkt Tübingen-Neckaraue aufgegeben. Dadurch wird es möglich, die Ermstal- und Ammertalbahn mit einem durchgehenden Halbstundentakt zu verknüpfen, sowie mit den neuen Haltestellen weitere Siedlungsgebiete entlang der Strecke optimal zu erschließen. Die Erms-Neckar-Bahn AG wird als Projektpartner die Umsetzung des ersten Bauabschnittes betreuen.

Auf der Verbindung Bad Urach–Reutlingen–Tübingen–Herrenberg werden zunächst Vollbahnfahrzeuge zum Einsatz kommen. Die weiteren Module der Regionalstadtbahn umfassen dann aber auch den Neubau der Innenstadtstrecke in Tübingen, die Elektrifizierung der Neckartalbahn nach Horb und der Zollernbahn nach Albstadt-Ebingen, die Reaktivierung der Talgangbahn nach Albstadt-Onstmettingen, der Bau einer Querspange von Reutlingen nach Dusslingen und nicht zuletzt die Wiederanbindung der Schwäbischen Albbahn nach Reutlingen durch den Wiederaufbau der Honauer Steige sowie eine neue Trassierung im Echaztal zwischen Honau und Reutlingen mit Erschließung des Ortskerns von Pfullingen. Aufgrund der aktuellen Fördersituation kann das Gesamtpaket jedoch nicht auf einen Schlag umgesetzt werden, so dass mehrere Stufen geplant sind, bis das Zielnetz von rund 190 Kilometern Länge erreicht sein wird.
 

09.10.2015

Schüler auf der Schiene – Probeverkehr auf der Krebsbachtalbahn

Viele Jahre lang waren die Schüler nicht nur die treusten Kunden der Krebsbachtalbahn, sondern stellten zugleich auch das Gros der Fahrgäste. Nachdem sich die SWEG den Bahnverkehrs aufgegeben hatte, mussten die Schüler den Bus benutzen. Doch nun haben sie für zwei Wochen wieder die Gelegenheit, per Bahn zum Unterricht zu fahren. Vom 19. bis 30. Oktober werden an allen Schultagen zwischen Neckarbischofsheim Nord und Hüffenhardt die Busse durch moderne Triebwagen ersetzt. In Zusammenarbeit mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und dem Förderverein Krebsbachtalbahn will die ENAG damit testen, ob eine Rückverlagerung des Schülerverkehrs auf die Schiene möglich sein kann. "Wir wollen aber nicht nur den Schülern des Gymnasiums Neckarbischofsheim und der Realschule Waibstadt Gelegenheit geben, moderne Fahrzeuge auf der Krebsbachtalbahn zu testen", sagt der ENAG-Vorstandsvorsitzende Carsten Strähle, "Pendler und Ausflügler sind natürlich ebenso herzlich willkommen". Kurze Übergangszeiten zur S-Bahn in Neckarbischofsheim Nord ermöglichten dies. Wichtig sei zudem, von den Nutzern eine Rückmeldung zu erhalten, um die gewonnen Erfahrungen in künftige Planungen einfließen lassen zu können. "Ich freue mich, dass so viele Akteure an einem Strang ziehen, um der Krebsbachtalbahn eine Zukunftsperspektive aufzuzeigen", freut sich Strähle.

In den Zügen gelten die üblichen Fahrausweise, Fahrkarten sind zudem unterwegs erhältlich. Den Fahrplan erhalten Sie hier zum Download.
 

30.09.2015

Alles auf einen Blick – Neue Imagebroschüre der ENAG

Pendler, Schüler und Ausflügler nutzen sie regelmäßig, für die Anwohner gehören die Gleise im Ermstal, auf der Schwäbischen Alb und im Krebsbachtal zum gewohnten Bild. Doch wer kümmert sich um die Instandhaltung dieser Anlagen und wer fährt dort mit seinen Zügen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen bietet die neue Imagebroschüre der Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG).

Mit insgesamt fast 70 Kilometer Streckenlänge zählt die 1995 gegründete ENAG inzwischen zu den größeren Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen des Landes Baden-Württemberg. Sie sorgt dafür, dass im Ermstal zwischen Metzingen und Bad Urach, auf der Schwäbischen Alb zwischen Schelklingen und Engstingen sowie im badischen Krebsbachtal zwischen Neckarbischofsheim und Hüffenhardt Züge fahren. Die ENAG selbst betreibt jedoch keinen Eisenbahnverkehr. Vielmehr garantiert sie die ständige Verfügbarkeit der Gleisanlagen, übernimmt Unterhaltungsarbeiten sowie die Planung von Erneuerungen, Um- und Ausbauten. Gegen Entrichtung eines entsprechenden Trassenentgeltes können dann andere Eisenbahn-Verkehrsunternehmen auf den drei Strecken Personen-, Güter- und Sonderverkehr aller Art durchführen.

Die wichtigsten Partner-Verkehrsunternehmen der ENAG sind derzeit DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) für den Personenverkehr im Ermstal und die Schwäbische Albbahn GmbH für die Züge auf der Alb. Beide Unternehmen werden in der Broschüre ebenso vorgestellt wie der Förderverein Krebsbachtalbahn, der sich um den Schienenstrang nach Hüffenhardt kümmert. Außerdem gibt es zahlreiche Infos zur Geschichte der drei Eisenbahnstrecken mit historischen Bilddokumenten sowie Hinweise zu den Sehenswürdigkeiten beiderseits des Schienenstrangs. Da die künftige Regionalstadtbahn Neckar-Alb größere Auswirkungen für die ENAG bedeutet, wird dieses zukunftweisende Projekt ebenfalls vorgestellt.

Die Imagebroschüre können Sie hier online ansehen oder in der ENAG-Geschäftsstelle Bad Urach, Pfählerstraße 17, in gedruckter Form mitnehmen.


 

20.04.2014

Krebsbachtalbahn fit für die Ausflugssaison

Rechtzeitig zum Beginn der Ausflugssaison hat die ENAG die Gleisanlagen auf ihrer jüngsten Strecke, der Krebsbachtalbahn, auf Vordermann gebracht. Mit Unterstützung der Firma Leonhard Weiss wurden vier Langsamfahrstellen beseitigt und die Gleise neu gestopft. Das hierfür erforderliche Baumaterial kam standesgemäß per Bahn ins Krebsbachtal: Insgesamt 600 Tonnen Schotter auf 24 Waggons verteilt waren vonnöten, um den Oberbau zu stabilisieren. Eine Stopfmaschine erledigte anschließend an zwei Tagen die Verarbeitung des Schotters. Diese Instandhaltungsarbeiten waren kurzfristig möglich geworden, nachdem die ENAG einen Zuschuss nach dem Eisenbahnfinanzierungsgesetz vom Land Baden-Württemberg erhalten hatte.

Nur wenige Tage nach dem ersten großen Güterzug seit längerer Zeit erlebt die Krebsbachtalbahn am Ostersonntag und Ostermontag sogar eine Premiere. Zum ersten Mal in der 112jährigen Geschichte der Strecke können Fahrgäste vom Mannheimer Hauptbahnhof ohne Umsteigen bis Hüffenhardt fahren. Die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg hatte diese Fahrt, für die ein DB-Triebwagen der Baureihe 628/629 eingesetzt wurde, in Auftrag gegeben. Rund um diese Fahrten hat der Förderverein der Krebsbachtalbahn e.V. ein buntes Programm für Jung und Alt unter anderem mit Ostereiersuche organisiert.

Am 1. Mai beginnt dann planmäßig die Saison für die Ausflugszüge auf der Strecke Neckarbischofsheim – Hüffenhardt. Bis zum dritten Sonntag im Oktober pendeln an allen Sonn- und Feiertagen die Triebwagen der Pfalzbahn durch das Krebsbachtal. Darüber hinaus werden dieser Saison regelmäßig werktägliche Fahrten angeboten: An jedem zweiten Mittwoch gibt es von Mai bis Oktober Personenverkehr im Krebsbachtal.
 

11.11.2013

ENAG übernimmt Krebsbachtalbahn

Premiere für die Erms-Neckar-Bahn AG: Zum ersten Mal in Ihrer Geschichte wird die ENAG als Eisenbahninfrastrukturunternehmen im badischen Landesteil tätig. Am Montag, 11. November 2013, übernimmt die ENAG die in der Kurpfalz gelegene Eisenbahnlinie von Neckarbischofsheim Nord nach Hüffenhardt, welche auch als Krebsbachtalbahn bekannt ist. Der Kaufpreis für die knapp 17 Kilometer lange Strecke beträgt einen Euro.

Mit dieser Erweiterung ihres Streckennetzes konnte die ENAG intensive Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Am 5. November hatten die ENAG, der Rhein-Neckar-Kreis, der Neckar-Odenwaldkreis und der Landkreis Heilbronn zusammen mit den Anliegergemeinden Neckarbischofsheim, Waibstadt, Bad Rappenau, Siegelsbach und Hüffenhardt den Vertrag über den Weiterbetrieb der Krebsbachtalbahn unterzeichnet. Dadurch wurde der Weiterbetrieb auf der im Ausflugsverkehr bedienten Nebenbahn für die nächsten Jahre gesichert. Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) hat bereits angekündigt, dass auch im kommenden Jahr wieder von Mai bis Oktober an Sonn- und Feiertagen regelmäßiger Zugverkehr zwischen Neckarbischofsheim und Hüffenhardt stattfinden wird. Als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) konnte die Pfalzbahn GmbH aus Frankenthal gewonnen werden, deren Schienenbusse bereits in den vergangenen Jahren Ausflügler, Wanderer und Radfahrer ins Krebsbachtal transportierten. Der Betrieb wird von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) bestellt, die Gebietskörperschaften entlang der Strecke bezuschussen den Betrieb der Infrastruktur mit 70.000 Euro jährlich. Die Ausflugszüge im Krebsbachtal sind in den Tarif des VRN sowie des Heilbronner-Haller-Hohenloher Nahverkehrsverbunds (HNV) integriert.

Die Eisenbahnlinie Neckarbischofsheim–Hüffenhardt war am 15. Oktober 1902 von den Badischen Lokal-Eisenbahnen AG (B.L.E.A.G.) eröffnet worden. Damit sollte der Stadt Neckarbischofsheim sowie den weiter südlich gelegenen Gemeinden der Anschluss an die badische Odenwaldbahn Meckesheim–Aglasterhausen–Neckarelz gesichert werden. Seit 1963 war die Südwestdeutsche Verkehrs-AG (SWEG) für den Betrieb auf der Strecke zuständig. 1982 übernahm die SWEG auch die angrenzende DB-Strecke Meckesheim–Aglasterhausen. Diese Strecke war jedoch 2009 in das Netz der S-Bahn-Rhein-Neckar integriert und elektrifiziert worden, sodass die Krebsbachtalbahn als eigenwirtschaftlicher Diesel-Inselbetrieb keine Zukunft mehr hatte. Daher stellte die SWEG im Juli 2009 den restlichen Personenverkehr im Krebsbachtal ein. Damit schien das Schicksal der Nebenbahn besiegelt zu sein, doch der VRN engagierte sich für einen Touristikbetrieb, der mit Unterstützung der NVBW 2010 erfolgreich gestartet werden konnte. Nachdem ihre Betriebskonzession für die Krebsbachtalbahn in diesem Jahr ausgelaufen war, hatte die SWEG die Strecke zur übernahme ausgeschrieben. Um den Weiterbetrieb der von Verkehrsminister Winfried Hermann in die Liste der "Bahnen mit Zukunftspotenzial" aufgenommenen Strecke zu sichern, engagiert sich die ENAG nun als neues EIU im badischen Kraichgau. Unterstützt wird sie herbei vom Förderverein Krebsbachtalbahn e.V.
 

29.08.2012

Bahnübergang Wielandstraße in Metzingen wird eröffnet

Einwohnerinnen und Einwohner im Osten der Stadt Metzingen haben ab Mittwoch, 29. August kürzere Wege. Durch die Eröffnung des Bahnübergangs in der Wielandstraße kommt man nun von der Ulmer Straße schneller ins Baugebiet Amtäcker-Brühl und die Anwohner des Neubaugebiets müssen auch nicht mehr nur über die Kelternstraße oder Noyon-Allee fahren. Der bei Streckenkilometer 0+948 der Ermstalbahn gelegene Bahnübergang kann nach langer Bauzeit in Betrieb genommen werden.

"Ich freue mich außerordentlich darüber, dass nun die Kelternstraße und Heerstraße entlastet werden können und wir im Verkehrskonzept Neuhausen einen Schritt weiter kommen", erklärt Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler. Er erinnert an die längere Vorgeschichte des Überwegs. Bereits bei der Reaktivierung der Ermstalbahn 1999 war zum ersten Mal der Gedanke an einen Bahnübergang an der Wielandstraße diskutiert worden. Nachdem auch in den Bebauungsplänen "Amtäcker-Brühl" und "Untere Auchert" der Überweg enthalten war, wurde das auf rund 920.000 Euro veranschlagte Projekt schließlich 2008 in Angriff genommen. Dass es bis zur Fertigstellung nun vier Jahre gedauert hat, begründet Carsten Strähle, Vorstandsvorsitzender der Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) mit "einer auch für die ENAG ganz neuen Erfahrung": Der Bahnübergang liegt an der Schnittstelle zwischen der Infrastruktur der Deutschen Bahn und der ENAG, "das bedeutet zwei Aufsichtsbehörden und zwei 'Bauherren'". Hinzu kam die Herausforderung, den Bahnübergang an der Wielandstraße in die Kette der benachbarten Überwege einzubinden. Hier steckte der Teufel im Detail, denn der Bahnübergang an der Noyon-Allee konnte aufgrund seiner veralteten Technik nicht mehr angepasst werden und stand daher zur Erneuerung an. Allerdings ist diese Sicherungsanlage in das Stellwerk der Deutschen Bahn im Bahnhof Metzingen eingebunden, welches wiederum aufgrund seiner Bauform Seltenheitswert genießt. Nur rund 30 Anlagen haben bundesweit die von der Firma Thales konzipierte Technik. Hierfür gibt es nur einen Lieferanten und es sind auch nur wenige Techniker überhaupt mit dieser Bauform vertraut. Daher stellte sich bei Planung und Abnahme der Anlage durch einen Sachverständigen auch das Problem knapper Personalkapazitäten.

Auch wenn die Fertigstellung des Bahnübergangs einige Zeit auf sich warten ließ, hat die ENAG an anderen Stellen schon bewiesen, wie schnell sie handeln kann: Zuletzt bei der Brückenerneuerung am Saulbach im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahme.

Die letzten Barrieren am Bahnübergang werden beseitigt.
Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler und ENAG-Vorstand Carsten Strähle räumen gemeinsam die letzten Barrieren beiseite. Quelle: Stadt Metzingen
 

14.10.2010

Baustelle am Saulbach: Zwei Tage Vollsperrung auf der Ermstalbahn

Deutlich verbesserten Hochwasserschutz für den Metzinger Stadtteil Neuhausen verspricht das Gemeinschaftsprojekt "Ökologische Verbesserung Saulbach", das derzeit von der Gemeinde Dettingen, der Stadt Metzingen und der Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) umgesetzt wird. Im Zuge dieser Maßnahme wird der auf Gemarkung Dettingen liegende Saulbach renaturiert. Außerdem erhält der Wasserlauf einen größeren Durchlass unter der Ermstalbahn. Aus diesem Grund werden am kommenden Wochenende, Samstag und Sonntag, 16./17. Oktober, alle Züge zwischen Metzingen und Bad Urach durch Busse ersetzt.

Für den Metzinger Stadtteil Neuhausen bedeuten sowohl die Vergrößerung des Bachdurchlasses unter der Ermstalbahn als auch die parallel dazu erfolgende Renaturierung des Saulbachs eine deutliche Verbesserung des Hochwasserschutzes. Bisher hatte sich der Saulbach nach starken Regenfällen vor dem Bahndamm gestaut und war Richtung Neuhausen abgeflossen. Während der Zugpause wird am kommenden Wochenende der alte Durchlass abgebrochen und durch ein 5,5 Meter langes Fertigbauteil ersetzt. Um die 25 Tonnen schwere Konstruktion passgenau einheben zu können, kommt ein Autokran zum Einsatz. Anschließend wird die Baugrube verfüllt und das Bahngleis wieder eingebaut. Damit am Montagmorgen pünktlich zum Betriebsbeginn die ersten Züge wieder rollen können, arbeiten die beteiligten Firmen rund um die Uhr.

Durchlass Saulbach

Sowohl Bürgermeister Michael Hillert aus Dettingen als auch Dietmar Bez, Erster Bürgermeister der Stadt Metzingen, betonen den Gemeinschaftscharakter bei der ökologischen Verbesserung des Saulbachs. "Diese Maßnahme war im Sinne einer guten Nachbarschaft einfach notwendig", sagt Bürgermeister Hillert, während sein Kollege Bez aus Metzingen hofft, "dass die Neuhausener Bürgerinnen und Bürger künftig nun kein Hochwasser des Saulbachs mehr fürchten müssen". Insgesamt belaufen sich die Baukosten für die Bachrenaturierung und den neuen Durchlass auf rund 282.000 Euro, die zum größeren Teil von den beiden Kommunen finanziert werden. Aber auch die ENAG hat zur Finanzierung des Vorhabens beigetragen, indem sie kurzfristig 90.000 Euro Zuschuss vom Land Baden-Württemberg einwerben konnte. Ohne diesen Zuschuss "hätten wir die Baumaßnahme nicht schon in diesem Jahr abschließen können", freut sich Hillert.

Die ENAG als Infrastrukturunternehmen der Ermstalbahn nutzt die Sperrpause am 16. und 17. Oktober darüber hinaus noch für weitere dringende Maßnahmen. So wird im Bereich des Bahnübergangs Keckenbronnenweg in Dettingen das Gleis erneuert. Außerdem finden in Bad Urach zwischen den Haltepunkten Wasserfall und Ermstalklinik, sowie am Bahnübergang vor dem Bahnhof Bad Urach Gleisstopfarbeiten statt. Hierbei muss der Bahnübergang am Haltepunkt Wasserfall kurzzeitig für die Durchfahrt gesperrt werden. Ferner wird in Bad Urach zwischen Ermstalklinik und Bahnhof die Vegetation zurückgeschnitten.
 

30.10.2009

Gomadingen: Neue Schrankenanlage nimmt Gestalt an

Obwohl während der Herbstferien der Zugbetrieb auf der Schwäbischen Albbahn eingeschränkt ist, herrscht derzeit in Gomadigen Hochbetrieb. Dort erneuert die Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) den Bahnübergang an der Kreisstraße 6734. Bis zum Ende der Herbstferien werden wie geplant der Eisenbahn-Oberbau mit Gleisen und der Straßenbelag erneuert sein. Außerdem sind die Fundamente der neuen Bahnübergangssicherungsanlage gesetzt, damit die alte "Kurbel-Schranke" ersetzt werden kann. Die Kreisstraße wird schon am Freitag Abend wieder befahrbar sein. Am Montag, 2. November, steht dann auch dem Zugverkehr nichts mehr im Wege.

Allerdings ist die Baumaßnahme noch keinesfalls abgeschlossen. In der kommenden Woche beginnen nun die Montagearbeiten an der technischen Sicherung des Bahnübergangs. Damit heißt es für die Lokführer auf der Albbahn statt "Schranken kurbeln" vorübergehend "Bänder spannen", denn die K 6734 wird bei jeder Zugfahrt mit rot-weiß-roten Kunststoffbändern abgesperrt. In Betrieb genommen wird die neue Lichtzeichenanlage dann zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember. Dank des neuen Bahnübergangs und der damit verbundenen Fahrzeitgewinne können auch die lang ersehnten Fahrplanverbesserungen mit Zügen zur Mittagszeit bis Offenhausen realisiert werden.
 

23.10.2009

Gomadingen: Mehr Sicherheit durch neuen Bahnübergang

Schranken kurbeln wie zu Großvaters Zeiten, dieses Kuriosum faszinierte an der Schwäbischen Albbahn nicht nur Eisenbahnfans. Doch die Tage des Kuriosums sind gezählt. Noch in diesem Jahr nimmt die Erms-Neckar-Bahn AG Gomadingen an der Kreisstraße 6734 eine neue Bahnübergang-Sicherungsanlage in Betrieb, die an die Stelle der handbedienten Schrankenbäume tritt. "Dass der Lokführer bei jeder Fahrt aussteigen und die Schranken herunterkurbeln muss, ist einfach nicht mehr zeitgemäß", erläutert der Vorstandsvorsitzende der ENAG, Carsten Strähle.

Mit einem Kostenaufwand von rund 340.000 Euro installiert die ENAG nun eine moderne Lichtzeichenanlage mit Überwachung durch den Lokführer. Damit herannahende Verkehrsteilnehmer rechtzeitig vor Eintreffen eines Zuges die Gleise räumen, wird der Bahnübergang nicht nur durch Halbschranken gesichert, sondern auch durch Lichtzeichen und ein Läutewerk. Letzteres erhält zum Schutz der Anwohner eine Nachtabsenkung der Lautstärke. Parallel dazu wird der Geh- und Radweg mit einer eigenen Schrankenanlage ausgestattet.

Da während des Umbaus gleichzeitig auch der Eisenbahn-Oberbau, die Bahnübergangsbefestigungen und die Verkehrsausstattung samt Markierung erneuert werden, ist die K 6734 während der Herbstferien voraussichtlich vom 26. bis 30. Oktober für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Fußgänger können dank eines Provisoriums die Baustelle jederzeit passieren.

Mit der Fertigstellung des Bahnübergangs verbessert sich nicht nur die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer in Gomadingen, auch die Fahrgäste auf der Albbahn profitieren von den Arbeiten. "Da künftig der Aufenthalt zum Sichern des Übergangs entfällt", erläutert der ENAG-Chef, "gewinnen wir rund fünf Minuten an Fahrzeit. Diese Zeitreserve können wir für Fahrplanverbesserungen nutzen".

Ein Teil des Gomadinger Bahnübergang-Kuriosums wird im Übrigen auch nach dem Neubau erhalten bleiben: "Die Kurbelschranken bewahren wir aus Gründen des Denkmalschutzes für die Nachwelt auf", kündigt Carsten Strähle an.
 

18.09.2009

ENAG kompakt: Neue Broschüre liegt vor

Gleich zwei kleine Jubiläen kann die Erms-Neckar-Bahn in diesem Jahr feiern: Seit zehn Jahren fahren wieder planmäßige Personenzüge von Metzingen nach Bad Urach und ebenfalls vor einem Jahrzehnt wurde auf der Schwäbischen Albbahn der Streckenabschnitt Oberheutal–Kleinengstingen von der ENAG gepachtet. Dieses Doppeljubiläum war für die ENAG Anlass, eine neue Broschüre herauszugeben. Auf insgesamt 16 reich bebilderten Seiten erhalten die Leserinnen und Leser alle Informationen über die erfolgreiche Wiederbelebung der Bahnlinien im Ermstal und auf der Schwäbischen Alb. Dazu gibt es detaillierte Beschreibungen des Betriebskonzeptes, Informationen über die Streckengeschichte und die Partner der ENAG, sowie Hinweise auf touristische Ziele beiderseits des Schienenstrangs.

Die neue Broschüre ist kostenlos in der ENAG-Geschäftsstelle Bad Urach zu den üblichen Öffnungszeiten (Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 12.00 Uhr) oder gegen Zusendung eines frankierten C4-Rückumschlags erhältlich.

Titel der neuen Imagebroschüre der ENAG
 

06.04.2009

Neuer Bahnübergang zum "Sommerberg" in Schmiechen freigegeben

Was seit vielen Jahren immer wieder gefordert wurde, wird nun Realität: Am Montag, 6. April, geben der Schelklinger Bürgermeister Michael Knapp und Carsten Strähle, Vorstandvorsitzender der Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG), im Schelklinger Stadtteil Schmiechen den Bahnübergang Sommerberg zur Benutzung frei. Dieser in der Verlängerung des Bahnwegs eingerichtete Überweg verkürzt den Fußweg zwischen dem Sommerberg und der Schmiechener Ortsmitte erheblich.

Gefordert worden war der Überweg von der Stadt Schelklingen schon seit mehreren Jahrzehnten. Nachdem seit 2004 die ENAG die Verantwortung für die Eisenbahninfrastruktur trägt, kam Bewegung in die Sache. "Ebenso wie wir für die Verbesserung der Verkehrsverbindungen auf der Schwäbischen Alb einsetzen, unterstützen wir auch nach Möglichkeit die Städte und Gemeinden entlang der Bahn, wenn es um die Optimierung der innerörtlichen Verbindungen geht", betonte ENAG-Vorstand Carsten Strähle. Für Bürgermeister Michael Knapp war es besonders erfreulich, dass das Ringen um einen zusätzlichen Überweg nun zu einem guten Ende geführt hat: "Hierfür war die Stadt Schelklingen gerne bereit, ihren Beitrag zu leisten", sagte Knapp.

Insgesamt wurden in den neuen Bahnübergang rund 170.000 Euro investiert. Davon übernehmen das Land Baden-Württemberg, die Stadt Schelklingen und die ENAG jeweils ein Drittel. Die Anteile der ENAG und der Stadt werden nach dem Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz (GVFG) mit 75 beziehungsweise 70 Prozent gefördert.

Der Bahnübergang am Sommerberg war indessen nicht das einzige Bauvorhaben der ENAG in Schmiechen. Bereits vor einigen Wochen ging die neue Schrankenanlage an der B 492 in Betrieb. Nun wurde diese Anlage noch um eine zusätzliche Schranke für den Donautalradweg ergänzt, so dass die Sicherheit für die zahlreichen Fahrradausflügler an dieser Stelle weiter verbessert werden konnte. Auch für die Fahrgäste der Albbahn bringen die neuen Schrankenanlagen Vorteile, denn nun kann die Höchstgeschwindigkeit der Züge erhöht und damit die Fahrzeit verkürzt werden. Dass alle Arbeiten rechtzeitig vor dem Beginn der Ausflugssaison mit den ab dem 1. Mai beginnenden Fahrten des "Ulmer Spatz" abgeschlossen werden konnte, freute ENAG-Vorstand Strähle besonders. "Wir bedanken uns bei der Stadt Schelklingen für die ausgesprochen konstruktive Zusammenarbeit", fügte Strähle hinzu.
 

23.10.2008

Umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen: Ermstalbahn ist vom 27. Oktober bis 1. November gesperrt

Regelmäßige Pflege und rechtzeitige Erneuerungsmaßnahmen sind auf Eisenbahnstrecken Grundvoraussetzungen für einen sicheren Betrieb. Daher investiert die Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) Jahr für Jahr erhebliche Summen, um ihre Gleisanlagen technisch auf dem neusten Stand zu halten. Viele dieser Arbeiten lassen sich unter dem "rollenden Rad" erledigen, doch bei größeren Baumaßnahmen sind Streckensperrungen erforderlich. So ruht während der Herbstferien auf der Ermstalbahn von Montag, 27. Oktober, bis einschließlich Samstag, 1. November, der Zugverkehr. In dieser Zeit werden zwischen Metzingen und Bad Urach alle Züge in beiden Richtungen durch Busse ersetzt.

Die Sperrpause nutzt die ENAG, um ein ganzes Bündel an Erneuerungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen. Gleich an mehreren Stellen rücken während der Herbstferien die Baumaschinen an, der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Dettingen. So werden zwischen Dettingen Freibad und Gsaidt die Schienen gewechselt, im Bereich Dettingen Freibad ein Schlammstelle beseitigt, der Bahnübergang Roßtrieb erneuert und am Damm vor der Ermsbrücke eine Schotterhalterung eingebaut. Darüber hinaus werden in Metzingen Gleisbauarbeiten für den neuen Bahnübergang Wielandstraße sowie zwischen Dettingen und Bad Urach im Bereich der Überführung Brühlbach Verbesserungen der Gleislage vorgenommen. Ferner finden entlang der gesamten Strecke Vegetationsarbeiten statt.

Insgesamt investiert die ENAG in diesem Jahr rund 460.000 Euro für die Instandhaltung der Infrastruktur auf der Strecke Metzingen - Bad Urach. 75 Prozent dieser Summe wird vom Land Baden-Württemberg aus Mitteln des LEFG (Eisenbahnfinanzierungsgesetz) gefördert. Das restliche Viertel wird vom Landkreis Reutlingen sowie von den Städten Metzingen und Bad Urach und der Gemeinde Dettingen übernommen. Dies entspricht der Finanzierungsvereinbarung mit den kommunalen Partnern, wonach der Betrieb sowie kleine Unterhaltungsmaßnahmen von der ENAG übernommen werden, größere Sanierungsmaßnahmen dagegen zusätzlich bezuschusst werden.

"Mit den aktuellen Erneuerungsmaßnahmen bleibt die Infrastruktur im Ermstal leistungsfähig", freut sich der ENAG-Vorstandsvorsitzende Carsten Strähle, "außerdem können wir unseren Kunden weiterhin größtmögliche Sicherheit, pünktliche Züge und den gewohnten Reisekomfort bieten."
 

12.10.2008

ENAG nimmt Haltepunkt Sondernach wieder in Betrieb

Knapp 40 Jahre nach Abfahrt des letzten planmäßigen Personenzuges ist der Schelklinger Stadtteil Sondernach ab dem 12. Oktober 2008 wieder regelmäßig auf der Schiene erreichbar. An diesem Tag nimmt die Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG) den bei Kilometer 49 an der Schwäbischen Albbahn (SAB) gelegenen Haltepunkt wieder in Betrieb. Vorangegangen war der Reaktivierung eine Gemeinschaftsaktion der ENAG, der Stadt Schelklingen, des SAB-Vereins sowie vor allem der Bürgerinnen und Bürger aus Sondernach. Hierdurch war es möglich geworden, den Bahnsteig samt Zuweg und Beleuchtung schnell und kostengünstig fertigstellen zu können.

Entsprechend groß ist die Freude bei Carsten Strähle, dem Vorstandsvorsitzenden der ENAG: "Ohne das vorbildliche Engagement aller Beteiligten hätten wir diese Last nur mit Zuschüssen stemmen können. Dies hätte aber die Reaktivierung des Bahnsteigs erheblich verzögert, wenn nicht sogar ganz unrealistisch erscheinen lassen". Auch Schelklingens Bürgermeister Michael Knapp freut sich über dieses "Musterbeispiel eines funktionierenden Bürgersinns". Die Sondernacher Dorfgemeinschaft habe mit ihrer Aktion gezeigt, dass ihr eine bessere Erschließung durch den öffentlichen Nahverkehr besonders wichtig sei. Der besondere Dank der ENAG-Chefs und des Bürgermeisters gilt dabei Erich Rothenbacher, dem Wirt des Gasthauses "Lamm". Er stellt einen Teil seines Grundstücks dauerhaft und unentgeltlich für den Bau des Bahnsteigzugangs zur Verfügung. Aber auch die Stadt Schelklingen steuert eine Teilfläche bei, "ohne die eine Sanierung des Haltepunktes Sondernach nicht möglich gewesen wäre", wie der Erste Landesbeamte Hartmut Melzer ergänzt. "Für den Alb-Donau-Kreis wird damit die Erschließung auf der Schiene weiter verbessert", so Melzer, "denn der Haltepunkt Sondernach kommt sowohl den Schülern als auch den Ausflüglern zugute".

Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember werden an dem 60 Meter langen Bahnsteig Werktags die Schülerzüge halten und in der Sommersaison machen die beliebten Ausflugszüge des "Ulmer Spatz" in Sondernach Station. Der Haltepunkt liegt am Schnittpunkt von Schmieche- und Heutal, die beide landschaftlich reizvolle Wanderwege bieten.
 

16.04.2008

Wolfgang Arnold neuer Aufsichtsrat bei der ENAG

Einen prominenten Neuzugang verzeichnet die Erms-Neckar-Bahn AG in ihrem Aufsichtsrat. Von der Hauptversammlung wurde unlängst Wolfgang Arnold einstimmig in das Kontrollgremium gewählt. Er tritt hier die Nachfolge des verstorbenen ENAG-"Urgesteins" Roland Hartl an.

Mit Wolfgang Arnold sitzt nun ein hoch angesehener ÖPNV-Experte im Aufsichtsrat der ENAG. Der 57-jährige ist Technischer Vorstand der Stuttgarter Straßenbahnen AG und Mitglied des Aufsichtsrates des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart GmbH (VVS). Darüber hinaus wird der Rat von Arnold auch in Gremien des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sowie des internationalen Verbandes für öffentliches Verkehrswesen (UITP) geschätzt.

Der neue ENAG-Aufsichtsrat begann seine berufliche Karriere 1974 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Eisenbahn- und Verkehrswesen der Universität Stuttgart, wo er zuvor das Studium des Bauingenieurwesens erfolgreich absolviert hatte. Von 1978 bis 1987 leitete Arnold die Planungsabteilung des VVS, bevor er zur Stuttgarter Straßenbahn wechselte, um dort den Unternehmensbereich Technische Unternehmensplanung zu leiten. Im Jahr 2000 wurde Wolfgang Arnold zum Technischen Vorstand der SSB berufen.
 

09.12.2007

Neuer Haltepunkt Grafeneck geht in Betrieb

Ab Montag, 10. Dezember, ist die Schwäbische Albbahn um einen weiteren Haltepunkt reicher. An diesem Tag hält zum ersten Mal planmäßig ein Zug an dem neuerbauten Bahnsteig des Haltepunkts Gomadingen-Grafeneck. Dank einer Gemeinschaftsleistung der Erms-Neckar-Bahn, des Samariterstiftes und der Gemeinde Gomadingen, deren Gemeinderat die Pflasterarbeiten eigenhändig auf dem Bahnsteig übernahm, konnte die Punktlandung zum Fahrplanwechsel geschafft werden. Nun haben nicht nur die Schüler aus Grafeneck und die Bewohner des Samariterstifts einen direkten Zugang zur Bahn, auch für Ausflügler eröffnet der neue Haltepunkt zusätzliche Möglichkeiten. Dank der Bahnsteiglänge von 60 Metern kann auch der "Ulmer Spatz" in Grafeneck halten. Die erste Fahrt des beliebten Ausflugszugs startet traditionell am 1. Mai.

Die ersten Aussteiger am neuen Haltepunkt
Die ersten Aussteiger am neuen Haltepunkt: Carsten Strähle, Bürgermeister Klemens Betz, Landrat Thomas Reumann, Dietrich Sachs und Markus Mörike (beide Samariterstift).
 

18.09.2007

Die Erms-Neckar-Bahn trauert um Roland Hartl

Im Alter von 79 Jahren verstarb am 18. September nach schwerer Krankheit Roland Hartl, der frühere Vorstandsvorsitzende der Erms-Neckar-Bahn AG (ENAG). Hartl stand von 1992 bis 1996 an der Spitze der ENAG und wechselte anschließend in den Aufsichtsrat, wo er bis zu seinem Tod die Entwicklung des Unternehmens mit Rat und Tat unterstützte.

In Roland Hartl verliert die ENAG einen ihrer wichtigsten Förderer. Ohne sein Engagement würde heute vermutlich kein Zug mehr nach Bad Urach fahren! Schon mit der Eröffnung des "Schwäbischen Reise- und Verkehrsbüros" 1972 in Bad Urach hatte Hartl den Verkauf von DB-Fahrausweisen übernommen. Nach der Stilllegung der Ermstalbahn 1976 übernahm der gelernte Kaufmann außerdem die für die Stadt touristisch wichtigen Funktionen des Uracher Bahnhofs. Der Gedanke an eine Reaktivierung der zehn Kilometer langen Nebenbahn ließ den überzeugten Eisenbahnfreund jedoch nie los. So gründete Roland Hartl 1988 zusammen mit weiteren neuen Gesellschaftern die "Ermstal-Verkehrsgesellschaft mbH" (EVG) und wurde deren Geschäftsführer. Nach der Umwandlung der EVG in eine Aktiengesellschaft 1992 wurde Hartl Vorstandsvorsitzender.

Erster Erfolg der jungen Gesellschaft war 1994 die Übernahme der Ermstalbahn von der Deutschen Bahn AG. Doch es dauerte noch weitere fünf Jahre zäher Verhandlungen, ehe schließlich am 30. Mai 1999 der planmäßige Personenverkehr im Ermstal wieder aufgenommen wurde.

Für Roland Hartl hatte sich damit ein Lebenstraum erfüllt. Mit großem persönlichen und manchmal sogar finanziellem Einsatz kämpfte Hartl viele Jahre um "seine" Bahn. Er war immer da, wenn Not am Mann war und übernahm immer wieder auch kurzfristig zusätzliche Verantwortung. Im Aufsichtsrat war Hartl bis zuletzt eine große Hilfe gewesen. Auch bei der weiteren Entwicklung der ENAG mit der Übernahme der Schwäbischen Albbahn hat man stets den fachlichen Rat des Gründungsmitglieds Roland Hartl gesucht. Sein Tod bedeutet einen überaus schmerzlichen Verlust für die ENAG.
 

30.08.2007

Neuer Haltepunkt Gomadingen-Grafeneck

Um einen weiteren Haltepunkt wird zum Jahresfahrplanwechsel am 10. Dezember 2007 das Netz der Erms-Neckar-Bahn Aktiengesellschaft (ENAG) ergänzt. An diesem Tag geht voraussichtlich der zwischen Münsingen und Marbach gelegene Haltepunkt Gomadingen-Grafeneck in Betrieb.

Damit der Bahnsteig beim Samariterstift Grafeneck rechtzeitig zum Fahrplanwechsel fertig wird, haben der Landkreis Reutlingen, die Gemeinde Gomadingen, das Samariterstift und die ENAG am 30. August mit der Unterzeichung der entsprechenden Verträge das Projekt auf den Weg gebracht. "Der neue Haltepunkt Gomadingen-Grafeneck kann als ein echtes Gemeinschaftswerk betrachtet werden", unterstrich Landrat Thomas Reumann und dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement, ohne das der Haltepunkt nicht hätte umgesetzt werden können. Deshalb würden rund 40 Prozent der Baukosten über das Programm "Regionen aktiv" bezuschusst.

Insgesamt ist der Neubau des Haltepunkts Gomadingen-Grafeneck auf rund 70.000 Euro veranschlagt. "Eine sportliche Vorgabe", meint Carsten Strähle, Vorstandsvorsitzender der ENAG, "der enge Kostenrahmen wird allen Beteiligten großes Engagement abverlangen". Damit der Kostenrahmen eingehalten werden kann, wollen sich die Mitglieder des Gomadinger Gemeinderats an den Bauarbeiten beteiligen, kündigte Bürgermeister Klemens Betz an.

Ziel aller Beteiligten ist es, in den Herbstferien mit den Bauarbeiten zu beginnen. Da die Schülerzüge in dieser Zeit nicht fahren, kann den ganzen Tag gearbeitet werden. Der neue Bahnsteig wird rund 60 Meter lang, so dass nicht nur der an Schultagen eingesetzte Triebwagen der Baureihe 628 in Grafeneck halten kann, sondern im Sommer an den Wochenenden auch der Ausflugszug "Ulmer Spatz". Fahrgäste, die im "Schwäbischen Alb Freizeit-Netz" unterwegs sind, können durch den neuen Haltepunkt Grafeneck erstmals ab der kommenden Saison direkt mit dem Zug erreichen.

Über die neuen Verbindungen freuen sich nicht nur Schüler und Ausflügler, sondern auch die Bewohner des Samariterstifts Grafeneck. "Die fünf Verbindungen nach Münsingen ermöglichen unseren Bewohnern eine verbesserte Teilnahme am öffentlichen Leben", freut sich Christian Kächele, Vorstand der Samariterstiftung. Nun hat ENAG-Chef Strähle nur noch eine Sorge: "Hoffentlich beginnt dieses Jahr der Winter nicht zu früh, damit wir die Bauarbeiten rechtzeitig zum Fahrplanwechsel abschließen können."
 

23.01.2007

Schwäbische Albbahn gerettet?

Schien noch Ende letzten Jahres die Existenz der Schwäbischen Albbahn durch die Pläne des Landes, bei den Regionalisierungsmitteln für den Nahverkehr zu kürzen, bedroht zu sein, so hat sich mittlerweile die Situation entspannt. Auf der am 23. Januar 2007 vom Land veröffentlichten Liste mit wegfallenden Zugleistungen ist die Albbahn nicht aufgeführt.

Eine Streichung auch nur einzelner Zugfahrten hätte für die Schwäbische Albbahn mit ihrem bedarfsorientierten Fahrplan schon das Aus bedeutet. Daher freut sich der Vorstandsvorsitzende Carsten Strähle, dass mit gemeinsamer Unterstützung aller am bisherigen Erfolg der Strecke Beteiligten eine Stilllegung abgewendet werden konnte.
 

19.10.2006

Schwäbische Albbahn in Gefahr!

Steigende Fahrgastzahlen, ein deutlich ausgeweitetes Fahrtenangebot und neue Kooperationspartner - eigentlich könnte die Schwäbische Albbahn einer gesicherten Zukunft entgegensehen. Doch aufgrund der jüngsten Entwicklungen sieht die ENAG als Betreiber der Strecke die Albbahn in akuter Gefahr. Die von Bund und Land geplanten Kürzungen der Regionalisierungsmittel könnten nach Ansicht der ENAG im schlimmsten Fall sogar das völlige Aus für den Schienenstrang zwischen Schelklingen, Münsingen und Engstingen bedeuten.

Die ENAG hat die Albbahn zwischen 1999 und 2004 in zwei Abschnitten von der DB Netz AG gepachtet und damit die drohende Stillegung der für die Region wichtigen Schienenverbindung abgewendet. Das Land Baden-Württemberg hat das Engagement der ENAG für die Albbahn anerkannt und durch die Bestellung zusätzlicher Zugleistungen im Schülerverkehr honoriert.

Insbesondere die Fahrten mit dem "Ulmer Spatz" in der Sommersaison haben die Albbahn und damit die gesamte Region zwischen Ulm und Reutlingen weiter über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht. Gleichzeitig erfüllt die Schwäbische Albbahn im Schülerverkehr eine wichtige Aufgabe als bequemes und sicheres Beförderungsmittel.

Diese erfreuliche Entwicklung droht nun aber in das Gegenteil umzuschlagen. Wenn der Bund wie angekündigt die Regionalisierungsmittel in den nächsten Jahren zurückfährt, zwingt dies das Land ebenso wie die Verkehrsunternehmen zu Einsparungen. Der Vorstand der ENAG befürchtet nun, dass die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) insbesondere auf der Albbahn Einsparungen plant, die bis zu einem vollständigen Einstellen der Zugleistungen führen könnten.

Dies würde das Ende der Albbahn bedeuten. Als kleine Eisenbahninfrastrukturgesellschaft kann die ENAG zwar die Strecke mit geringerem Kostenaufwand als die DB Netz AG betreiben, doch ist sie auf die Einnahmen durch Trassengebühren dringend angewiesen. Das derzeitige Betriebsprogramm deckt gerade die Kosten für den laufenden Betrieb. Die ENAG sieht sich finanziell nicht in der Lage, eine Eisenbahninfrastruktur ohne oder mit noch geringerem Verkehr als zum jetzigen Zeitpunkt zu betreiben.

Eine Stilllegung der Strecke würde zum einen das auf der Schwäbischen Alb geplante Biosphärengebiet jeder Chance auf die Entwicklung eines umweltgerechten und damit nachhaltigen Verkehrskonzeptes berauben. Zum anderen würde aber auch das Engagement der Gemeinden und ihrer Bürgerinnen und Bürger zur Stärkung des Tourismus auf der Alb einen schweren Rückschlag erleiden. Gerade die Kommunen standen in den letzten Jahrzehnten immer zu "ihrer" Bahn und haben deren Erhalt mit vielfältigen Leistungen unterstützt.

Der ENAG-Vorstand appelliert daher an die Solidarität aller Entscheidungsträger und Anrainer. Nur mit einem entschlossenen Eintreten für die Albbahn können Kürzungen des Fahrplans vermieden und damit die Zukunft der Strecke gesichert werden.
 

25.03.2006

Wegen Brückenbauarbeiten an der B 492 in Schelklingen war der Anschluss der Schwäbischen Albbahn seit dem 30. Mai 2005 gekappt. Ursprünglich hätte die ganze Strecke im Januar 2006 wieder in Betrieb gehen sollen. Wegen der Schneeverhältnisse auf der Alb musste die Streckensperrung zwischen Münsingen und Hütten jedoch bis zum 25. März verlängert werden. Der Verkehr von Schelklingen bis Hütten konnte wie geplant mit dem Ende der Weihnachtsferien wieder aufgenommen werden.
 

04.10.2005

Bau der neuen Eisenbahnüberführung verläuft planmäßig

Der Bau einer neuen Eisenbahnüberführung für die Strecken Ulm - Sigmaringen und Schelklingen - Münsingen über die künftige Umgehungsstraße von Schmiechen (Stadt Schelklingen) macht gute Fortschritte. Wenn es nicht zu einem frühen Wintereinbruch kommt, steht der Wiederinbetriebnahme des Schülerverkehrs auf der Albbahn am 9. Januar 2006 nichts im Wege.

Der Bau der neuen Eisenbahnüberführung in Schmiechen geht planmäßig voran
Der Bau der neuen Eisenbahnüberführung in Schmiechen geht planmäßig voran.
 

11.04.2005

Streckenunterbrechung in Schelklingen

Vom 30. Mai 2005 bis voraussichtlich 9. Januar 2006 wird der Anschluss der Schwäbische Albbahn an die Strecke Ulm - Schelklingen - Sigmaringen unterbrochen. Grund hierfür sind Brückenbauarbeiten an der B 492. Der bisherige Bahnhübergang über die Donautalbahn wird durch eine Eisenbahnüberführung ersetzt. Hierfür müssten die beiden parallel vom Bahnhof Schelklingen ausgehenden Gleise Richtung Ehingen und Schwäbische Alb verschwenkt werden. Um aber auf der Hauptbahn die erforderliche Geschwindigkeit weiter zu ermöglichen, wäre der finanzielle Aufwand unverhältnismäßig groß. Daher wurde zwischen DB Netz und ENAG in Abstimmung mit den betroffenen Städten und Kreisen vereinbart, dass die direkte Anbindung bis zum 9. Januar nächsten Jahres ruht. Die Züge auf dem Abschnitt Münsingen - Schelklingen werden durch Busse des RAB ersetzt.
 

26.07.2004

Planmäßiger Verkehr auf der Schwäbischen Albbahn

Eine erhebliche Ausweitung des Personenverkehrs erlebt die Albbahn im September 2004. Waren bisher nur im Sommer an Sonntagen planmäßige Personenzüge auf der Strecke unterwegs, so gibt es ab dem 13. September nach rund 35 Jahren Pause nun wieder die Möglichkeit, werktags mit einem planmäßigen Personenzug über die Schwäbische Alb zu reisen.

Zum einen wird an Schultagen der Schülerverkehr zwischen Gomadingen und Münsingen auf die Schiene verlagert. Sechs Zugpaare werden auf diesem Abschnitt für eine komfortable Fahrt der Schüler zu den Schulen in Münsingen sorgen. Ebenfalls an Schultagen kann man mit dem Zug morgens von Münsingen nach Blaubeuren und Ulm sowie abends wieder zurück fahren. Der dritte Schülerverkehr auf der Albbahn wird zwischen Blaubeuren und Hütten eingerichtet. Für diese Fahrten erhält der Haltepunkt Hütten einen verlängerten Bahnsteig. Außerdem reaktiviert die ENAG den Haltepunkt Schmiechen Albbahn, an dem dann auch der "Ulmer Spatz" hält.
 

01.06.2004

Pacht Strecke Schelklingen - Oberheutal

Im Jahr 1999 hatte die ENAG die Schwäbische Albbahn zwischen Kleinengstingen und Oberheutal von der DB Netz auf die Dauer von 25 Jahren gepachtet. Dies ermöglichte die Einführung direkter Ausflugsfahrten an Sonntagen von Ulm auf die Schwäbische Alb. Im Sommer 2000 startete zum ersten Mal der Schienenbuszug "Ulmer Spatz" von der Donaumetropole auf die Alb.

Vier Jahre später schien die Zukunft dieser Fahrten jedoch unsicher, als DB Netz beabsichtigte, den Abschnitt Schelklingen - Oberheutal aufzugeben. Eine Stilllegung der Strecke hätte die Schwäbische Albbahn von der wichtigen Verbindung nach Ulm abgetrennt. Um die Einstellung des Bahnbetriebs abzuwenden, pachtete die ENAG deshalb auch die Stecke Oberheutal - Schelklingen von der DB. Seit Sommer 2004 ist die ENAG nun Infrastrukturbetreiber der gesamten Schwäbischen Albbahn von Kleinengstingen über Gomadingen, Münsingen und Oberheutal bis Schelklingen auf einer Länge von über 40 Kilometern.
 

15.03.2004

Finanzierungsvereinbarung bis 2006 erneuert

Bei der Reaktivierung der Ermstalbahn wurde vereinbart, dass von 1999 an für die Dauer von zunächst fünf Jahren der Betrieb der Strecke durch die Städte und Gemeinden entlang der Ermstalbahn sowie durch den Landkreis bezuschusst werden. Diese Vereinbarung läuft im Sommer 2004 aus. Gemeinsam mit den Städten Bad Urach und Metzingen, der Gemeinde Dettingen sowie dem Landkreis Reutlingen konnte eine neue Vereinbarung erzielt werden. Diese läuft bis Sommer 2006 mit der Option bis 2007. Danach werden erneut Gespräche mit den beteiligten Gemeinden geführt werden.
 

04.03.2004

Haltepunkt Ermstalklinik wird feierlich in Betrieb genommen

Seit dem 4. März hat die Stadt Bad Urach nun drei Eisenbahnhaltestellen: Unter Beifall des Gemeinderates der Stadt sowie Vertretern des RAB wurde der erste Zug begrüßt. Pünktlich um 16:23 Uhr hielt der erste planmäßige Zug am neuen Haltepunkt. Zuvor hatten Markus Hase, Bürgermeister der Stadt Bad Urach, zusammen mit seinen Kollegen Michael Lucke aus Metzingen und Michael Hillert aus Dettingen sowie dem Vorstandsvorsitzenden der Erms-Neckar-Bahn, Carsten Strähle, das Band am Zugangsweg durchschnitten und damit den Haltepunkt für die Reisenden freigegeben.

"Der neue Haltepunkt bietet den Urachern einen besseren Zugang zum öffentlichen Nahverkehr", sagte der Uracher Bürgermeister Markus Hase. "Er erleichtert auch den Weg der Besucher und der Beschäftigten zur Ermstalklinik." Außerdem hofft Markus Hase auf mehr Jugendgruppen, denn "die Jugendherberge liegt direkt neben dem neuen Halt!"

Für Michael Lucke, Erster Bürgermeister der Stadt Metzingen, ist die Ermstalbahn keine Einbahnstraße: "Die Bahn befördert die Bürger nicht nur aus Bad Urach fort - sie bringt auch mehr Menschen nach Bad Urach. Insgesamt wird die Attraktivität unserer Region durch einen guten öffentlichen Personennahverkehr im Vergleich zu anderen Regionen gestärkt", freut sich Michael Lucke.

"Mit der Entscheidung für den Bau des Haltepunktes vor rund einem Jahr haben die Beteiligten nicht nur großen Mut bewiesen", betonte der Vorstandsvorsitzende Carsten Strähle, "sondern sehr besonnen gehandelt. Künftig werden Projekte wie dieses nur noch mit 75 statt 85 Prozent gefördert - nach Abzug eines sogenannten Selbstbehaltes von 100.000 Euro. So günstig für alle Beteiligten könnte der neue Halt nicht mehr realisiert werden."

Der Dettinger Bürgermeister Michael Hillert begrüßte insbesondere die Begleitmaßnahmen für den neuen Haltepunkt: "Die durch die höhere Geschwindigkeit erforderliche Sicherung der Bahnübergänge bringt nicht nur ein Mehr an Sicherheit für die Bürger. Dadurch wird auch das häufig kritisierte Pfeifen überflüssig."

Die neuen technischen Sicherungen an den Bahnübergängen "Dürre Wiese" und "Siemensstraße" in Dettingen waren bereits zwei Tage zuvor in Betrieb gegangen. Diese Bauarbeiten sind zwar weniger spektakulär, dafür aber für die Attraktivität der Ermstalbahn um so wichtiger. Technische Bahnübergangssicherungen werden bei Höchstgeschwindigkeiten von über 60 Stundenkilometern Pflicht und genau dies strebt die Ermstalbahn an. Im kommenden Jahr soll auf den beiden Abschnitten zwischen Metzingen und Dettingen sowie zwischen Dettingen und Bad Urach die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h angehoben werden.

Im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Haltes wurden in den letzten Monaten weitere Arbeiten durchgeführt: So wurden die Gleisanlagen zwischen den Ortschaften auf weiten Abschnitten saniert. Dies war erforderlich, um die Geschwindigkeit auf 80 km/h erhöhen zu können. Die dabei gewonnene Zeit wird benötigt, um an der Ermstalklinik auch Station machen zu können, ohne dass sich die Gesamtfahrzeit erhöht.

Dieser Haltepunkt ist das Kernstück der Ausbaumaßnahmen auf der Ermstalbahn in diesem Jahr. Für rund 300.000 Euro ist hier ein rund 80 Meter langer Bahnsteig entstanden, der mit einer Rampe auch für Behinderte und Kinderwagen barrierefrei erreichbar ist.

Insgesamt werden für alle Maßnahmen zusammen rund 1,9 Mio. Euro investiert. Den Löwenanteil mit bis zu 85 Prozent steuern der Bund und das Land Baden-Württemberg bei. Nach Abzug des Zuschusses von Bund und Land sowie eines Zuschusses des Landkreises von 20.000 Euro trägt die Stadt Bad Urach die Kosten für den neuen Haltepunkt. Die Kosten für die erforderlichen Begleitmaßnahmen übernehmen die Gemeinde Dettingen, die Städte Metzingen und Bad Urach sowie der Landkreis Reutlingen.
 

26.01.2004

Eröffnung des Haltepunkts Bad Urach Ermstalklinik verzögert sich

Aufgrund der ungünstigen Witterung in den vergangenen Wochen kann der neue Haltepunkt Bad Urach Ermstalklinik nicht wie geplant Ende Januar eröffnet werden. Nachdem Anfang des Monats zunächst die starken Regenfälle für Behinderungen und sogar Schäden durch Auswaschung gesorgt hatten, bringen nun Frost und Schnee die Bauarbeiten zum Erliegen. Hiervon sind insbesondere die Plasterarbeiten und das Ziehen der Kabel betroffen. Als neuen Eröffnungstermin des Haltepunkts peilt die ENAG jetzt den 4. März an.
 

09.12.2003

Haltepunkt Ermstalklinik vor der Fertigstellung

Deutlich sichtbare Fortschritte macht der neue Haltepunkt Ermstalklinik an der Strecke Metzingen - Bad Urach. In den letzten Wochen wurde die Treppenanlage und die untere Hälfte der Zugangsrampe fertig gestellt, außerdem wurde das Fertigfundament für die Bahnsteigkante gesetzt. Parallel dazu schreitet die technische Sicherung der Bahnübergänge "Dürre Wiese" und "Siemenssstraße" in Dettingen voran. Diese Bauarbeiten sind zwar weniger spektakulär, dafür aber für die Attraktivität der Ermstalbahn um so wichtiger. Technische Bahnübergangssicherungen werden bei Höchstgeschwindigkeiten von über 60 Stundenkilometern Pflicht und genau dies strebt die Ermstalbahn an. Im kommenden Jahr soll auf den beiden Abschnitten zwischen Metzingen und Dettingen sowie zwischen Dettingen und Bad Urach die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h angehoben werden. Dadurch kann der neue Haltepunkt an der Ermstalklinik ohne Fahrzeitverlängerung bedient werden. In den nächsten Wochen werden im Bereich des Haltepunkts zusätzlich neue Schienenprofile eingebaut. Die alten Schienen waren auch in diesem Abschnitt noch unter dem Württembergischen König gewalzt worden.

Die Inbetriebnahme des Halts bei der Ermstalklinik ist für den 31. Januar 2004 geplant. Der ursprünglich angepeilte Termin am 13. Dezember kann nicht eingehalten werden. Grund hierfür ist eine Lieferverzögerung bei den bis zu 3,5 Meter hohen Winkelscheiben, die den Bahnsteig Richtung Straße hin abstützen.

Der Haltepunkt Ermstalklinik kurz vor der Fertigstellung
Der neue Haltepunkt Ermstalklinik steht kurz vor seiner Fertigstellung.
 

12.09.2003

Erster Spatenstich am Haltepunkt Ermstalklinik

Mit dem ersten Spatenstich begann am Donnerstag, 11. September, der Bau des neuen Haltepunktes Bad Urach Ermstalklinik. Dieser Haltepunkt ist das Kernstück der Ausbaumaßnahmen auf der Ermstalbahn in diesem Jahr. Für rund 300.000 Euro entsteht hier ein rund 80 Meter langer Bahnsteig, der mit einer Rampe auch für Behinderte barrierefrei erreichbar ist. Schon in der vorangegangenen Woche hatten die Vorarbeiten begonnen, als im Bereich der neuen Station von der Fair-Energie eine Hauptgasleitung verlegt wurde.

Im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Haltes wurden in den letzten Monaten Arbeiten durchgeführt: So wurden die Gleisanlagen zwischen den Ortschaften auf weiten Abschnitten saniert. Dies war erforderlich, um die Geschwindigkeit auf 80 km/h erhöhen zu können. Die dabei gewonnene Zeit wird benötigt, um an der Ermstalklinik auch Station machen zu können, ohne dass sich die Gesamtfahrzeit erhöht.

Die höhere Streckengeschwindigkeit erforderte zudem Anpassungen an fünf Bahnübergängen. Hierzu haben die Arbeiten für die neue technische Sicherung an den Bahnübergängen "Dürre Wiese" und "Siemensstraße" bereits begonnen. Der Bahnübergang "Bleicherwäldle" wird mit einer Ampelanlage nachgerüstet, um sicherzustellen, dass sich auf dem engen Überweg keine Fahrzeuge begegnen. Kleinere Anpassungen müssen noch am Bahnübergang "Wasserfall" sowie am Bahnhof in Bad Urach vorgenommen werden.

Insgesamt werden für alle Maßnahmen zusammen rund 1,9 Mio. Euro investiert. Den Löwenanteil mit bis zu 85 % steuern der Bund und das Land Baden-Württemberg bei. "Gut angelegtes Geld", meint der Uracher Bürgermeister Markus Hase, "welches den Bestand der Ermstalbahn langfristig sichern hilft".

"Durch die neue Station ist die Ermstalklinik in Zukunft erheblich besser zu erreichen. Das nützt den Mitarbeitern, vor allem aber auch den vielen Besuchern der Ermstalklinik. Deshalb unterstützt der Landkreis den Bau des neuen Haltepunkts mit bis zu 20.000 Euro", erläutert der Erste Landesbeamte Hans-Jürgen Stede. Insgesamt beteiligt sich der Landkreis am weiteren Ausbau der Ermstalbahn mit einem Zuschuss von rund 135.000 Euro.

Ziel ist die Inbetriebnahme kurz vor Weihnachten. So hofft Carsten Strähle, Vorstandsvorsitzender der Erms-Neckar-Bahn AG, "können wir den Bad Urachern ein schönes Weihnachtsgeschenk bereiten".

Erster Spatenstich für den neuen Haltepunkt "Ermstalklinik"
Den ersten Spatenstich stechen der Bad Uracher Bürgermeister, Markus Hase, der Erste Landesbeamte des Landkreises Reutlingen, Hans-Jürgen Stede, und der Vorstandsvorsitzende der ENAG, Carsten Strähle (v.l.n.r.).

Beginn der Arbeiten am neuen Haltepunkt "Ermstalklinik"
Gleich nach dem offiziellen Spatenstich begann Bürgermeister Hase mit "richtigem Gerät" die Arbeiten.
 

15.10.2002

Schienenwechsel auf der Ermstalbahn abgeschlossen

Mit dem Verspannen und Schweißen der Schienen in Neuhausen wurde der Schienenwechsel auf einem rund 1,6 Kilometer langen Abschnitt der Ermstalbahn abgeschlossen. In dieser Woche fallen lediglich noch kleine Restarbeiten an Bahnübergängen an.

Die Gleisbauarbeiten fanden überwiegend nachts statt, um den Zugverkehr nicht zu unterbrechen. Für die Versorgung der Firma Arjo Wiggins in Dettingen wurden allerdings in einigen Nächten die Arbeiten kurz unterbrochen, damit der Güterzug den Zellstoff für Spezialpapiere anliefern konnte.

Durch den Austausch der Gleise erhofft sich Carsten Strähle, Vorstandsvorsitzender der Erms-Neckar-Bahn AG sowohl für die Fahrgäste als auch für die Anwohner eine Reduzierung der Geräuschemissionen. Bei den alten Schienen hatten sich im Lauf der Zeit an vielen Stellen Riffeln gebildet, die für die erhöhte Geräuschbildung verantwortlich waren.
 

23.09.2002

Mehr Komfort für Bahnkunden und Anwohner bietet die Ermstalbahn künftig auf dem Streckenabschnitt zwischen Metzingen und Neuhausen, wenn die alten noch aus der Zeit der königlich württembergischen Staatsbahn stammenden Schienen ausgetauscht werden.

Diese Baumaßnahme beginnt in der Nacht vom 29. auf den 30. September mit dem Entladen der jeweils rund 120 Meter langen neuen Schienen im Bereich Metzingen-Neuhausen. Für die beiden folgenden Nächte ist der eigentliche Schienenwechsel geplant.

In den Nächten der darauffolgenden Woche (6./7. bis 10./11. Oktober) werden die Schienen miteinander verschweißt und das Gleis gestopft. Um den planmäßigen Zugverkehr nicht zu beeinträchtigen, finden die Arbeiten nachts statt.

Während der Bauarbeiten wird es allerdings vorübergehend zu erhöhter Geräuschentwicklung kommen. "Dafür haben die Anlieger der Strecke aber künftig mit weniger Lärm zu rechnen" betont der ENAG-Vorstandsvorsitzende Carsten Strähle.

Insgesamt investiert die ENAG in den Schienenwechsel rund eine viertel Million Euro. Diese Kosten werden zu 75 Prozent vom Land Baden-Württemberg bezuschusst. Den Rest übernehmen die Ermstalgemeinden sowie der Landkreis Reutlingen.
 

17.08.2002

Mit einem insgesamt rund 1,9 Millionen Euro umfassenden Maßnahmenpakt wollen der Landkreis Reutlingen, die Städte Metzingen und Bad Urach sowie die Gemeinde Dettingen die Ermstalbahn noch attraktiver machen. Kernstück des jetzt beschlossenen Projekts ist der neue Haltepunkt "Ermstalklinik" in Bad Urach. Dadurch können Bürger des Landkreises und Mitarbeiter das Kreiskrankenhaus künftig erheblich besser mit dem öffentlichen Nahverkehr erreichen, denn vom Haltepunkt zur Klinik sind es dann gerade mal rund 300 Meter Fußweg. Dank zahlreicher durchgehender Züge nach Reutlingen ist die Kreisstadt optimal angebunden. Um die erforderliche Zeit für den zusätzlichen Halt zu gewinnen, wird die Ermstalbahn künftig mit 80 statt bisher nur 60 Kilometern pro Stunde durch das Tal brummen. Hierfür müssen auf rund 4,5 Kilometern die alten noch von der königlich württembergischen Staatsbahn verlegten Schienen ersetzt werden.

Darüber hinaus erhalten in Dettingen die Bahnübergänge "Dürre Wiesen" und "Siemensstraße" eine Sicherungsanlage. Dies bringt für die Anwohner eine deutliche Entlastung, entfällt doch damit das oft kritisierte Pfeifen der Züge an den beiden Überwegen.

Der Startschuss für den Schienenwechsel fällt in Metzingen noch in diesem Jahr. Für die Gleisbauarbeiten gibt es Zuschüsse von der Landesregierung, so dass sich der Landkreis, die Gemeinde Dettingen sowie die Städte Metzingen und Bad Urach noch rund ein Viertel der Kosten teilen. Sogar zu 85 Prozent wird der Bau des neuen Haltepunktes "Ermstalklinik" von Bund und Land gefördert. Ende 2003 sollen nach den Planungen der ENAG die ersten Züge am neuen Bahnsteig halten können.
 

 

Letzte Aktualisierung:  Samstag, 2. Mai 2015

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