ENAG-Hauptversammlung: Gute Bilanz und Zugpferd für die Regionalstadtbahn

Die Erms-Neckar Bahn AG (ENAG) hat 2019 einen Bilanzgewinn von 47.000 Euro erzielt. Der Überschuss ermöglicht rasche Reparaturen. Der Zweckverband Regionalstadtbahn dankt dem Unternehmen für die erfolgreiche Pionierarbeit in Sachen Tram-Train. Die ersten Züge sollen 2026 rollen.

Finanziell fährt die Erms-Neckar-Bahn AG auf festen Gleisen: Der Aufsichtsratsvorsitzende Martin Uhlig konnte auf der Hauptversammlung am 4. Juli 2020 in der Dettinger Schillerhalle einen Bilanzüberschuss von fast 47.000 Euro für 2019 verkünden. Die ENAG gelte beim Verkehrsministerium, den Landkreisen und den Kommunen in der Region als ein verlässlicher Partner. „Unser Unternehmen ist anerkannt“, betonte Uhlig bei der wegen der Corona-Krise von hohen Sicherheitsstandards geprägten Versammlung mit 29 Aktionären.

Auf Abstand bedacht: Wegen der Corana-Krise fand die ENAG-Hauptversammlung in Dettingen unter hohen Sicherheitsmaßnahmen statt. Foto: Eva-Maria Rabuser

„Maßanzug für die Region Neckar-Alb“

Für den Vorstandsvorsitzenden Carsten Strähle besteht die ENAG aus einem „kleinen, aber feinen und vor allem schlagkräftigem Team“, das intensiv an der Realisierung des Moduls 1 der Regionalstadtbahn – der Elektrifizierung der Ammer- und Ermstalbahn zwischen Bad Urach und Herrenberg – arbeite. Er sei optimistisch, dass die Strecke Ende 2022 in Betrieb gehen könne. Eine Herausforderung sei die Bestellung der neuen Tram-Trains gewesen, so Strähle. Laut dem ENAG-Vorsitzenden wurde in der Projektgruppe „ein Maßanzug geschneidert“, damit auf dem RegionalStadtbahnnetz moderne Zwei-System-Stadtbahnen mit Wechsel- und Gleichstrom fahren könnten. Gestartet werde 2026 mit 30 Fahrzeugen. Die weitere Tram-Train-Projektsteuerung habe die ENAG inzwischen an den inzwischen neu gegründeten Zweckverband Regionalstadtbahn Neckar-Alb abgegeben.

Die Versammlung des Zweckverbandes hat die Teilnahme an der Ausschreibung für die TramTrain-Fahrzeuge bereits am 19. Juni 2020 einstimmig beschlossen. „Unsere Region braucht die RegionalStadtbahn“, erklärte der Reutlinger Landrat und Verbandsvorsitzende Thomas Reumann. Nahverkehr und Klimaschutz seien zentrale Zukunftsthemen.

Besonderer Dank an ENAG-Mitarbeiter

Reumann würdigte alle Projektpartner für die engagierte Zusammenarbeit. Mit einer Fotomontage des TramTrain-Fahrzeugs am Ohmenhausener Bahnhof bedankte er sich besonders bei Carsten Strähle und Bernd Strobel von der ENAG für die Pionierarbeit in Sachen TramTrain. Beide hätten seit 2018 mit viel Sachkenntnis erfolgreich an dem ambitionierten Beschaffungsprojekt gearbeitet.

Erfolgreiches Stadtbahn-Team: Der Zweckverbandsvorsitzende Thomas Reumann (Mitte) dankte den ENAG-Experten Carsten Strähle (links) und Bernd Strobel (rechts) für ihr Engagement in Sachen TramTrain. Foto: Corinna Reik, Zweckverband Regionalstadtbahn

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